Bauschutt in Borbalan

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eGomero
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Bauschutt in Borbalan

Beitrag von eGomero » Mi 3. Sep 2008, 11:20

eGomera hat geschrieben:Ein Nutzer unseres Forums stellt uns eine Frage betreffend das Grundstück zwischen Avda. El Llano und Calle La Condesa in Borbalan, das gemeinhin als solar del Medio Llano bekannt ist. Dieses Grundstück wird seit Jahren nach als Schuttplatz benutzt, dem Vernehmen nach durch eine Baufirma. Mittlerweile wird der Platz von einem mehr oder weniger blickdichten Zaun umgeben und die Abfälle, die dort lagerten, in einem eigens ausgehobenen Loch vergraben. Informationen unseres Nutzers zufolge befindet sich unter den Abfällen auch Sondermüll wie Farbeimer und Lackdosen, sowie Autobatterien. Ist dieses Vorgehen seitens der Politik bekannt? Wurde ausreichend Sorge dafür getragen, dass eine Schädigung der Umwelt, insbesondere Boden und Wasserbelastung unterbleibt und, wenn ja, wie?
Velten Arnold hat geschrieben:Das Thema Müllentsorgung ist auf Gomera und im Valle Gran Rey ein sehr wichtiges Thema. Um zu verstehen, vor welchem Hintergrund wir darüber reden, muss man sich vielleicht noch einmal in Erinnerung rufen, dass sämtliche Hausabfällle bis hin zu Kühlschränken und Autobatterien bis vor Kurzem gnadenlos in ortsnahe Barrancos gekippt wurden. Vor diesem Hintergrund ist klar, dass es bis zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Müllentsorgung ein langer Weg ist, bei dem es vor allem auf Information, Aufklärung und Sensibilisierung der Anwohner ankommen wird.


Das Bespiel der Schutthalde vor dem Edificio Los Lllanos ist nur ein weiterer Beweis dafür, wie lang und beschwerlich der Weg sein wird. Bei dem Gelände handelt es sich um ein Privatgelände. Die Eigentümer, die das Gelände seit Jahren als mitten im Ort gelegene Müllhalde missbrauchen, sind laut Auskunft des Bürgermeisters schon vor Langem angezeigt und mit Strafbefehlen und Bußgeldern belegt worden, doch passiert ist nichts. Als jüngst im Rathaus Beschwerden eingingen, nach denen angeblich Müll verbuddelt wird, wurde erneut die Umweltpolizei SEMPRONA und somit die zuständige Instanz informiert, die somit ein weiteres Mal am Zuge wäre zu handeln. Darüber hinaus ist es jedem Bürger, der meint, umweltschädliche Aktionen zu beobachten, unbenommen, sich direkt an die Guardia Civil zu wenden. Klagen von Bürgern haben manchmal mehr Wirkung als Klagen von Institutionen.

Was die Müllentsorgung angeht, scheint es mir, von diesem speziellen Fall abgesehen, dringend geboten, möglichst schnell auch im Valle Gran Rey zu einer verantwortungsbewussten Mülltrennung überzugehen und wiederverwertbare Abfälle, wie es anderswo auf der Welt seit Jahrzehnten praktiziert wird, zu recyclen. Auf einer so kleinen Insel wie Gomera wäre es natürlich sinnvoll, wenn das Cabildo dies für die ganze Insel zentral organisieren würde, doch wenn die Bereitschaft dazu nicht vorhanden ist, wird Valle Gran Rey dem Beispiel von San Sebastian folgen und die Trennung und Wiederverwertung von Papier und Plastikbehältnissen in Eigenregie organisieren. Das ist sicher nicht über Nacht möglich, denn dazu bedarf es einiger Vorbereitung und einiges “Papierkriegs”, doch letzendlich kommt es auf den politischen Willen an, dieses umzusetzen, und der ist erstmals im Valle Gran Rey vorhanden. Darüber hinaus scheint auch die Einrichtung einer Kompostanlage sowie die Einrichtung eines für alle erreichbaren “punto limpio” (eine Art Recyclinghof) sinnvoll.
Die Antwort gab Velten Arnold, Stadtrat für Umweltfragen, Valle Gran Rey .

Alle Aussagen geben die Auffassung des jeweiligen Politikers wieder und nicht unbedingt die der Forumsbetreiber.

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