Chorros de Epina – Höhenweg - Eta. Santa Clara – Eta. Coromoto – Lomo de San Pedro - Vallehermoso

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roling
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Chorros de Epina – Höhenweg - Eta. Santa Clara – Eta. Coromoto – Lomo de San Pedro - Vallehermoso

Beitrag von roling » So 2. Jun 2019, 22:46

Wie immer bei Wanderungen ab Chorros de Epina parken wir den Mietwagen oberhalb der Bar neben der Zufahrt zur Eta. San Isidro. Straßenabwärts gehen wir an der Kreuzung geradeaus weiter in Richtung Alojera um dann in der nächsten Linkskehre geradeaus auf die asphaltierte Zuwegung zu den Antennenmasten abzubiegen. An dem nach rechts abzweigenden Wanderweg hinab nach Vallehermoso vorbeigehend wird schon bald das Straßenende an einem eingezäunten Gelände erreicht. Links am Zaun vorbei beginnt der bei jedem Wetter gut begehbarer Wanderweg.
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Rückblick Weg zum Sendemasten

Beidseitig von Lorbeerbüschen und Baumheide eingefasst bietet er zunächst nur wenige freie Blicke auf die westlichen Inselbereiche.
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Rückblick Epina
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Stillstand
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Re: Chorros de Epina – Höhenweg - Eta. Santa Clara – Eta. Coromoto – Lomo de San Pedro - Vallehermoso

Beitrag von roling » So 2. Jun 2019, 22:54

Der über viele Stufen aus Holzststämmen abwärtsführende Weg (meistens kann auch seitlich davon gegangen werden) passiert schon bald einen von rechts einmündenden Verbindungsweg zum Wanderweg Vallehermoso – Chorros de Epina und etwas später an einer kleinen freien Fläche den nach links abzweigenden Weg hinab zur Piste Epina – Arguamul (Wegweiser Tazo).
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Abstiegsweg

Der Bestand an Lorbeerbüschen und Baumheide wird nun immer lichter während sich der Weiterweg nun in leichten Auf und Ab durch die Flanke des rechtsseitigen Gebirgszuges zieht. Links unterhalb ist nun der Verlauf der Piste und die Westküste von den Gallionsbergen bis Arguamul mit den in der Landschaft liegenden kleinen Orten deutlich sichtbar. Brombeersträucher, Wacholder, Kakteen und Palmen bestimmen nun das Landschaftsbild. Ein Duft aus Weihrauch ist nun wahrnehmbar.

Nach etwa einer Stunde Wanderung lädt eine Steinbank unter einem großen, ausladenden und schattenspendenden Lorbeerbaum zu einer Rast ein. Schöne Aussichten in den Westen der Insel sowie Rückblicke inbegriffen.
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Blick auf die Westküste

Während der Bewuchs immer spärlicher wird und Erosionen nun die Umgebung beherrschen nähert sich der Weg immer weiter der unterhalb verlaufenden Piste an um dann nordöstlich der Pistenkreuzung Arguamul – Eta. Santa Clara in die Piste zur Ermita Santa Clara einzumünden.

Mit schwerem Gerät wird die Piste instandgesetzt. Dazu wird aus der Felswand Material abgetragen und in die Fahrrinnen und Löcher eingearbeitet. Zurzeit kein schöner Anblick. Wie wir später feststellen hat sich diese Maßnahme mindestens bis zur Ermita Coromoto erstreckt.

Die Piste aufwärts wandernd ergibt sich tief unten oberhalb der Küste ein erster Blick auf Arguamul.
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Re: Chorros de Epina – Höhenweg - Eta. Santa Clara – Eta. Coromoto – Lomo de San Pedro - Vallehermoso

Beitrag von roling » So 2. Jun 2019, 23:00

Ein paar Minuten später wird die Ermita Santa Clara erreicht.

Die Ermita von Santa Clara ist die Kapelle der Bewohner von Arguamul. Am Fuße des Monte Teselinde, umgeben von Lorbeerwald, ist es ein einfaches Gebäude, umgeben von einem Ruhe- und Picknickplatz.

Die heutige Einsiedelei stammt aus dem Jahr 1888, laut Inschrift an der Mauer, aber die historischen Texte des späten 17. Jahrhunderts erwähnen eine andere frühere Kapelle, die allerdings an anderer Stelle der Chijere erbaut wurde.

Santa Clara wird von den Bewohnern von Vallehermoso sehr verehrt. Er soll für gutes Wetter für die Ernte der Bauern sorgen.

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Kreuz
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Ermita Santa Clara
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Freizeitanlage

Zwei Hähne und einige Katzen scheinen hier Dauerbewohner zu sein.
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Re: Chorros de Epina – Höhenweg - Eta. Santa Clara – Eta. Coromoto – Lomo de San Pedro - Vallehermoso

Beitrag von roling » So 2. Jun 2019, 23:03

Nach einem grandiosen Tiefblick zur Küste verlassen wir die Piste und wandern auf dem Weg entlang der Abbruchkante zum Meer weiter in Richtung Norden.
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Felsen im Meer bei Arguamul
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Arguamul
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Rückblick
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Re: Chorros de Epina – Höhenweg - Eta. Santa Clara – Eta. Coromoto – Lomo de San Pedro - Vallehermoso

Beitrag von roling » So 2. Jun 2019, 23:07

Vorbei an einer interessanten Felsformation zur rechten führt der Weg nun zu einen kleinen Aussichtspunkt mit Blick auf die Roques de los Organos. Leider sind die „Orgelpfeifen“ von hier, wie auch späteren Aussichtspunkten, nicht sichtbar.
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Roques de los Organos

Der Weg entfernt sich jetzt weiter von der Abbruchkannte und führt nun durch eine überwiegend ockerfarbige Landschaft mit wenigen durch den Wind geformten Büschen hinab zur von der Ermita Santa Clara kommenden Piste.
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Zerzaust
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Moose und Flechten
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Re: Chorros de Epina – Höhenweg - Eta. Santa Clara – Eta. Coromoto – Lomo de San Pedro - Vallehermoso

Beitrag von roling » So 2. Jun 2019, 23:10

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Weg zur Ermita de Coromoto

Hier nach links wendend queren wir nun eine Landschaft mit überwiegend braunen, roten, grauen und gelben Schattierungen, urigen Felssteinen und tiefen Erosionsgräben. Nur wenig ursprünglicher Bewuchs und angepflanzte Büsche setzen kleine grüne Farbtupfer.
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Mondlandschaft
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Blick zum Teide
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Re: Chorros de Epina – Höhenweg - Eta. Santa Clara – Eta. Coromoto – Lomo de San Pedro - Vallehermoso

Beitrag von roling » So 2. Jun 2019, 23:25

An der Ermita de Coromoto erreichen wir unseren Umkehrpunkt.
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Ermita de Coromoto

Die kleine Ermita befindet sich in den Cumbres de Chijeré. Don Aurelio Darias und Ehefrau, Emigranten, kamen aus Venezuela zurück und errichteten 1985 diese Einsiedelei für den Schutzpatron Venezuelas.

Es ist ein kleines rechteckiges Kirchenschiff mit einem Giebeldach. An seiner Fassade wurde teilweise eine Bekleidung mit Basaltplatten aus der Gegend erstellt sowie ein kleiner Glockenturm gebaut.

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Ermita de Coromoto

Auf der Piste gehen wir nun zurück in Richtung Ermita Santa Clara bis zu einem Wegabzweig in einer leichten Rechtskurve mit der Beschilderung „Vallehermoso über San Pedro“ auf der linken Pistenseite.

Der Abstiegsweg führt schon nach ein paar Metern zu einem Tor im Zaun zu einem abgezäunten Gelände. Die Aufforderung das Tor nach Durchgang zu schließen befolgen wir natürlich gerne. Aber führt der ausgewiesene Wanderweg etwa über Privatgelände? Dann aber sicherlich mit Zustimmung des Eigentümers.

Auf einem steil abfallenden Bergrücken geht es in engen Serpentinen abwärts. Leichte Passagen mit geringer Neigung und felsigen Untergrund wechseln sich häufig mit sehr steilen Abschnitten und rolligem Untergrund ab.

Durch ein zweites Tor verlassen wir den eingezäunten Bereich und wechseln bald darauf über einen Taleinschnitt auf einen weiteren Bergrücken zur Rechten. Dabei wird ein nach rechts abzweigender und leicht ansteigender Weg passiert (dieser nicht ausgewiesene Weg führt an einem verfallenen Gebäude vorbei und trifft dann auf die Piste Eta. Santa Clara – Eta. Coromoto, ist aber durch sehr starken Bewuchs und Wegverzweigungen nur sehr schwierig eindeutig zu begehen).

Zu Beginn des weiteren Abstiegs geht es wieder steil abwärts. Kurz vor Querung eines weiteren Barrancos und damit Ende des steilen Abstiegs führt der Weg durch eine beidseits es Weges befindliche sehr gepflegte Gartenanlage in der neben Kartoffeln und Gemüse auch einige Obstsorten angebaut werden. Erstaunlich, muss doch bis hierher zur Pflege und Ernte ein langer und mühsamer Weg von Vallehermoso aus in Kauf genommen werden.

Der Weg erreicht nach wenigen Minuten einen kleinen Bergrücken mit verfallenen Gebäuden. Diese sind jedoch aufgrund des starken Bewuchses nicht zu erreichen. Abwärts steigend wird der Grund des Barrancos de los Guanches erreicht und durchschritten.

Der nun leicht ansteigende Weiterweg führt durch die rechte Flanke des Barranco de los Guanches zum Lomo de San Pedro. Dort beginnt der gut ausgebaute landeinwärts führende Abstieg zum Ortsteil San Pedro.

An der Wegkreuzung etwas oberhalb der schon sichtbaren Straße in San Pedro gehen wir nach rechts um kurz darauf über Treppen zur Ortsstraße abzusteigen. Dieser aufwärts folgend mündet sie gegenüber der Busstation in die GM1 ein.

Eigentlich wollten wir noch über den „Camino de los Choninos“ nach Chorros de Epina aufsteigen, aber wegen einsetzenden Nieselregen nahmen wir den Bus in Richtung Alojera. Aussteigen konnten wir an der Kreuzung unterhalb von Chorros de Epina.

Eine sehr schöne Tour mit vielen Ausblicken auch auf die Nachbarinseln La Palma und Teneriffa. Überwiegend abwärts mit nur wenigen kurzen Gegenanstiegen. Bis zum Abstiegsbeginn an der Piste Eta. Santa Clara – Eta. de Coromoto nach Vallehermoso sehr gut begehbare Wege/Pisten. Der dort beginnende Abstieg ist stellenweise recht steil und rollig und erfordert schon etwas Trittsicherheit. Er wird daher auch selten begangen.

Gegenüber unserer Erstbegehung im Jahr 2000 ist er in einen sehr viel besseren Zustand, nirgendwo zu- oder überwachsen, einige steilere Passagen wurden entschärft. Als einfachere Alternative bietet sich der an der Ermita Santa Clara beginnende Abstieg durch den Barranco de la Era Nueva an.

Wanderzeit ohne Pausen: 4 Std. 20 Min.
Weglänge: ca. 13,3 km
Im Aufstieg: ca. 255 m
Im Abstieg: ca. 920 m

Hinweis: Leider sind die Bilder dieser Wanderung bei der letzten Heimreise im Dezember 2018 abhandengekommen, daher wurde auf Fotos früherer Wanderungen zurückgegriffen. Bedauerlicherweise deshalb nicht so umfänglich bildlich dokumentiert wie sonst üblich. Vom Abstieg von der Piste nach San Pedro (Vallehermoso) konnte ich leider nicht auf alte Bilder zurückgreifen.
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