Azoren

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Don Uvo
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Re: Azoren

Beitrag von Don Uvo » Sa 22. Sep 2018, 00:21

Jaaa!

Lieben großen Dank!

Will da hin!

Ende Sept. 2019 wird´s soweit sein!
Der bebilderte Bericht ist eine große Vorfreude auf meine Abenteuer!

Nochmals herzliche...
Don Uvo
lieber manchmal übermüdet als immer überwacht..

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Lee
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Re: Azoren

Beitrag von Lee » Sa 22. Sep 2018, 11:08

Als eines der Kleinode der Azoren gilt der kleine, märchenhaft gelegene Waldsee Poco da Alagoinha auf der Insel Flores. Auf Flores, der niederschlagsreichsten Insel des Archipels, stürzen unzählige Wasserfälle vom Hochland herab und selbst nach diesem sehr regenarmen
und ungewöhnlichen Azorensommer waren sie noch sehr beeindruckend. Der Waldsee ist sehr leicht auf einer zwanzig minütigen Wanderung,
die auf einem alten Camino durch herrlichen Wald verläuft, zu errreichen.

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Ein bezaubernder Ort, den wir zudem bei zwei Besuchen fast für uns allein hatten. Viel mehr als eine handvoll anderer Besucher trafen wir dort jeweils nicht an.
Todas las islas pequeñas son bonitas y mágicas!

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Re: Azoren

Beitrag von Sabine/Guido » Sa 22. Sep 2018, 12:26

Wunderschön! :blume

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Adalbert
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Re: Azoren

Beitrag von Adalbert » So 23. Sep 2018, 17:25

Wir waren vom 20. August bis 3. September auf den Azoren. Wir hatten den Urlaub dreigeteilt: 20. – 23. 8. im Osten der Hauptinsel São Miguel, 23. – 30. 8. auf Flores, der grünsten, westlichsten und viertkleinsten der 9 Azoreninseln, sowie 30. 8. – 3. 9. wieder auf São Miguel, diesmal am Rande der Hauptstadt im Westteil der Insel. Ich habe daher auch 3 Fotoalben erstellt (Links siehe weiter unten):

Ein paar Bemerkungen zum Wetter: Es war in den zwei Wochen abwechselnd sonnig und bewölkt, an einigen Tagen gab es auch ein paar Regenschauer (vor allem auf Flores). Die Nachmittagstemperaturen im Schatten lagen meist zwischen 25 und 27 Grad, wobei es durch die hohe Luftfeuchtigkeit (São Miguel 75 Prozent, Flores 90 Prozent) oft doch ziemlich schwül war – nicht immer das richtige Wanderwetter.

1. Teil:

Zuerst waren wir von Montag bis Donnerstag in Furnas im Osten von São Miguel, ein Ort im Inselinneren mit mehreren heißen Quellen und einer großen Parkanlage (Terra Nostra), die im Jahr 1780 angelegt wurde und in der es auch einen 38 Grad warmen großen (Bade)Teich gibt. Wir wohnten in einem schönen Appartement in einem älteren Haus direkt im Ort (mit Blick zum Park sowie den Bergen).

Am Dienstag Vormittag besichtigten wir den Ort, am Nachmittag fuhren wir weiter nach Osten und wanderten zu einem Wasserfall (Salto do Prego).

Am Mittwoch wanderten wir am Vormittag um den nahegelegenen Lagoa das Furnas, an dessen Ufer es ebenfalls heiße Quellen gibt. Am Nachmittag machten wir einen ausgedehnten Spaziergang durch den Park.

Am Donnerstag fuhren zuerst zu zwei Aussichtspunkten (mit Blick auf den See bzw. den Ort Furnas) und dann an die Nordküste, wo wir das Städtchen Ribeira Grande besichtigten. Dann ging’s zum Flughafen, von wo wir mit einer kleinen Maschine nach Flores flogen.

Hier die Fotos von São Miguel, 1. Teil: https://www.flickr.com/photos/adalbert_ ... 831299002
2. Teil:

Am Donnerstag fuhren wir zu unserem Häuschen am Rande des zweitgrößten Ortes der Insel, Lajes das Flores (in Alleinlage mit Meerblick). Am Freitag wollten wir zu den Kraterseen im Hochland fahren. Bei einem waren wir, dann erwischten wir eine falsche Straße, die in unserer Karte (10 Jahre alt) nicht eingezeichnet war. So kamen wir im Nordosten der Insel an die Küste und machten dann einen Abstecher in die „Hauptstadt“ (1.800 Einwohner).

Am Samstag versuchten wir wieder, zu den Kraterseen zu fahren. Diesmal hinderten uns Regen und Nebel daran – und wir wichen an die Westküste aus, wo wir einige Dörfer besuchten und die Landschaft genossen.

Am Sonntag machten wir eine Wanderung im Nordwesten der Insel – landschaftlich sehr schön mit einigen spektakulären Ausblicken auf die Steilküste und die Insel Corvo.

Am Montag klappte es im 3. Anlauf: wir fuhren zu den Kraterseen im Hochland und auf einer unbefestigten Straße auch auf den höchsten Berg der Insel (Morro Alto 914 m). Die Seen sind wahrscheinlich das Schönste der Insel – eingerahmt von blühenden Hortensien und Ingwerlilien.

Am Dienstag fuhren wir nach Faja Grande an der Westküste und machten dort eine schöne Rundwanderung (beginnend bei einem Wasserfall und dann großteils durch Wälder, aber auch mit einigen schönen Ausblicken auf die Küste).

In der Nacht auf Mittwoch war es teils stürmisch und regnerisch. Wir brachen erst nach Mittag auf und wollten eine Rundwanderung im Nordosten der Insel in der Nähe von Santa Cruz das Flores machen. Aufkommende Regenschauer zwangen uns aber zur Umkehr.

Den Donnerstag verbrachten wir bis zum Abflug unseres Flugzeugs in der „Hauptstadt“ Santa Cruz.

Hier sind die Fotos von unserem einwöchigen Aufenthalt auf Flores: https://www.flickr.com/photos/adalbert_ ... 1063919685

3. Teil:

Vom Flughafen fuhren wir zu unserem Hotel (VIP Executive Azores) am Stadtrand von Ponta Delgada. Am Abend Spaziergang in die Stadt und Abendessen.

Am Freitag regnete es am Vormittag, so dass wir etwas später mit dem städtischen Minibus ins Stadtzentrum fuhren. Bis zum frühen Nachmittag besichtigten wir die Altstadt von Ponta Delgada. Am späteren Nachmittag fuhren wir dann zum Kratersee Lagoa do Forno sowie zu den heißen Quellen von Caldeira Velha.

Am Samstag fuhren wir zu den schönsten und größten Kraterseen der Insel bei Sete Cidades im Westen: Lagoa Azul, Lagoa Verde und Lagoa do Santiago. Rückfahrt entlang der Nord- und Westküste.

Am Sonntag Fahrt nach Vila Franca do Campo. Zuerst zur Wallfahrtskirche Nossa Senhora da Paz – mit spektakulärem Ausblick auf die Stadt und das Meer. Der Kreuzweg-Aufgang zur Kirche ist mit Azulejos (blaue Kacheln) geschmückt. Auch die Altstadt hat einige schöne Kirchen und andere Gebäude zu bieten. Auf der Rückfahrt besuchten wir noch zwei Ananasplantagen in der Nähe der Hauptstadt Ponta Delgada.

Am Montag Früh ging’s um 5:15 Uhr mit dem Taxi zum Flughafen (7 Minuten Fahrzeit) – und dann mit der portugiesischen Fluglinie TAP mit vierstündigem Zwischenaufenthalt in Lissabon zurück nach Wien.

Die Fotos des „zweiten Aufenthalts“ auf São Miguel: https://www.flickr.com/photos/adalbert_ ... 0788717334

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Re: Azoren

Beitrag von Lee » So 23. Sep 2018, 21:30

Adalbert hat geschrieben:
So 23. Sep 2018, 17:25
Wir waren vom 20. August bis 3. September auf den Azoren. Wir hatten den Urlaub dreigeteilt: 20. – 23. 8. im Osten der Hauptinsel São Miguel, 23. – 30. 8. auf Flores, der grünsten, westlichsten und viertkleinsten der 9 Azoreninseln, sowie 30. 8. – 3. 9. wieder auf São Miguel, diesmal am Rande der Hauptstadt im Westteil der Insel.
Ein paar Bemerkungen zum Wetter: Es war in den zwei Wochen abwechselnd sonnig und bewölkt, an einigen Tagen gab es auch ein paar Regenschauer (vor allem auf Flores). Die Nachmittagstemperaturen im Schatten lagen meist zwischen 25 und 27 Grad, wobei es durch die hohe Luftfeuchtigkeit (São Miguel 75 Prozent, Flores 90 Prozent) oft doch ziemlich schwül war – nicht immer das richtige Wanderwetter.
Dann waren wir an fast identischen Tagen auf Flores. Wir hatten unser Basislager allerdings im Westen aufgeschlagen.

Letztendlich hatten wir glaube ich auf allen Inseln an jedem Tag zumindest etwas Regen, teils auch nur als Niesel. Manchmal regnete es auch nur nachts. Trotzdem sind wir beim Wandern nur einmal etwas nassgeworden und haben auch an den bewölktesten Tagen immer Sonnenlöcher auf den Inseln gefunden. Die Luftfeuchtigkeit war auf Flores schon heftig, ließ sich aber finde ich bei etwas Wind und diesen Temperaturen aushalten.
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Re: Azoren

Beitrag von Lee » Di 25. Sep 2018, 22:17

Der ganze Westen von Flores besticht finde ich durch außerordentliche Schönheit und einer der Höhepunkte ist zweifelsohne dieses von imposanten, steilen und dicht bewaldeten Steilwänden umrahmte Tal, dass ulkigerweise weder in den Karten oder in den Reise- und Wanderführern mit irgendeinem Namen benannt wird...sehr merkwürdig! Das Tal gleicht einer zum Meer hin offenen Halb-Caldera und erinnert dadurch entfernt etwas an das Golfotal auf El Hierro. Ob es sich dabei um den Rest einer ehemaligen Caldera handelt wie auf El Hierro oder ob die Tallandschaft durch Erosion entstanden ist entzieht sich meiner Kenntnis. Das Tal ist teilweise von dichtem Wald bewachsen, es gibt aber auch Felder und Terrassen die bewirtschaftet werden.

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Nur wenige kleine Dörfer, wie die idyllisch gelegenen Weiler Fajazinha (hier zu sehen) oder Cuada schmiegen sich in den Talgrund. Einzig etwas größerer Ort ist das am nördlichen Ende, und direkt am Meer gelegene Faja Grande.


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Von den Steilwänden stürzen unzählige Wasserfälle herab, wobei es in diesem trockenen Azorensommer etwas weniger als üblich waren und sie sollen auch weniger gewaltig gewesen sein. Auf dem unteren Bild ist die Steilwand zu sehen an derem Fuß sich der oben beschriebenen malerische Waldsee Poco da Alagoinha befindet.


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Re: Azoren

Beitrag von Adalbert » Di 25. Sep 2018, 23:24

Sehr schöne Fotos! Lustig, dass wir offenbar fast zur gleichen Zeit dort waren!

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Re: Azoren

Beitrag von bine » Mi 26. Sep 2018, 13:21

Was für schöne Bilder, Lee!
:blumen
Und Deine Beschreibungen locken förmlich, auch einmal dorthin zu reisen.
Wenn du ein Gärtchen hast und eine Bibliothek, so wird dir nichts fehlen.
Cicero

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Re: Azoren

Beitrag von Don Uvo » Mi 26. Sep 2018, 18:12

Soo schöön!

Ich komm mit!
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Re: Azoren

Beitrag von Lee » So 30. Sep 2018, 23:55

Eine Möglichkeit den bezaubernden Südwesten Flores zu entdecken bietet der Küstenwanderweg auf dem man im Rahmen einer Tagestour, die von Costa bis nach Faja Grande führt, die gesamte Region durchwandern kann. Wir sind nicht die gesamte Strecke gelaufen, sondern nur das etwa gut dreistündige Wegstück zwischen Lajedo und Cuada - und waren begeistert. Die markanteste Felsformation und fast ständiger optischer Begleiter des Anfangsstücks ist die von mächtigen Basaltsäulen gekrönte Bergkuppe des Rocha dos Bordoes.

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Den beschaulichen Auftakt dieser abwechslungsreichen Tour bietet das kleine, herrlich gelegene Bauerndorf Lajedo, dass am Fuße des Hochlands und schon in der Nähe der Steilküste liegt. Die wenigen Enwohner leben hier noch größtenteils von der Landwirtschaft, man sieht aber auch einige aufgegebene Häuser.


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