Azoren

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Re: Azoren

Beitrag von Lee » Mo 1. Okt 2018, 09:57

Der Wanderweg führt nach dem Ort als Camino durch eine wildromantische küstennahe Landschaft die steil zum Meer hin abfällt. Dabei quert der Weg in ständigem auf und ab kleine Täler und Wäldchen und wird von unzähligen Hortensien und Ingwerlilien gesäumt. Andere Wanderer haben wir fast gar nicht getroffen - dafür umso mehr Kühe.

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Re: Azoren

Beitrag von Lee » Mo 1. Okt 2018, 22:08

Weiter geht es auf dem schönem Pfad durch die einsame, satt-grüne Landschaft und zwischendurch werden dem Wanderer auch herrliche Meeresblicke geboten. Immer wieder führt der Camino zwischen großen Kuhweiden hindurch - und die Info aus dem Reiseführer, dass es auf den Inseln mindestens soviele Kühe wie Azoreaner geben soll erscheint einem immer plausibler.

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Re: Azoren

Beitrag von Sabine/Guido » Mo 1. Okt 2018, 22:27

:blume Traumhaft schön! :blume

:blumen

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Re: Azoren

Beitrag von Lee » Mo 1. Okt 2018, 22:50

Auffällig ist, dass die Kühe teils auch in sehr steilem Terrain grasen und sich dort sehr behende bewegen. Auf Sao Jorge haben wir mal gesehen, wie ein Bauer relativ weit unter uns mit seinem Traktor Extra- Leckerlies für seine Kühe herankarrtre - wir waren total erstaunt, in welch Affenzahn die Kühe den extrem steilen Hang heraunter sausten um sich was davon zu ergattern.

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In den Talabschnitten, die man immer wieder durchwandert, quert man kleine, dichte Wäldchen, die oft von Bächen durchflossen werden.

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Für die darauf folgenden relativ kurzen, aber teils sehr steilen Gegenanstiege wird man oftmals mit herrlichen Meeresblicken belohnt.

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Re: Azoren

Beitrag von Lee » Di 2. Okt 2018, 11:16

Bald erreicht man die ersten Häuser des nächsten kleinen, bäuerlich geprägten Dorfes, Mosteiro. Nach gut 1,5 Stunden reinsten Genusswanderns muss man jetzt einmal ein Stück mit einer kaum befahrenen Straße vorliebnehmen.

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Schnell ist der kleine Ort hinter sich gelassen und man taucht wieder in das große weite Grün der Azoren ein.

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Re: Azoren

Beitrag von Don Uvo » Di 2. Okt 2018, 12:47

Danke!

Auch auf den Azoren sind die alten Terassierungen noch gut zu sehen!

LG Don Uvo
lieber manchmal übermüdet als immer überwacht..

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Re: Azoren

Beitrag von Lee » Mi 3. Okt 2018, 14:01

Relativ bald nach dem Verlassen von Mosteiro erreicht man in einem kleinen Tal gelegen das nächste Dorf. Der Weiler Caldeira präsentiert sich aber gänzlich anders - es handelt sich um eines der vielen verlassenen Dörfer die man immer wieder auf den Azoren vorfindet. 1992 verließ die letzte Familie den Ort, und mittlerweile hat sich der Wald den Ort komplett zurückgeholt und überwuchert die stark einsturzgefährdeten Ruinen.

Im Gegenatz zu den Kanaren emigrierte das Gros der Azoreaner aber nicht nach Süd - und Mittelamerika, sondern folgte den durch die amerikanischen Walfängern, die immer wieder auf den Inseln anlegten, begründeten traditionellen Verbindungen nach Nordamerika, wodurch die meisten Azoreaner in die USA oder nach Kanada emigrierten. Es gibt aber erstaunlicherweise auch eine kulturelle Verbindung nach Hawaii, da Ende des 19. Jahrhundert einige Tausend Azoreaner nach Hawaii auswanderten, wo sie sich viel besser in die Inselgeschellschaft integriert haben sollen als die Amerikaner, Briten oder Japaner, und viel engere und freundschaftlichere Kontakte zu der polynesischen Urbevölkerung gepflegt haben sollen. Vielleicht hatte man von Kleininsulaner zu Kleininsulaner einfach ein anderes Grundverständnis.

Eine andere Verbindung zwischen den Azoren und Hawaii wird auch immer mal wieder betont - die landschaftlichen, klimatischen und botanischen Parallelen zwischen den beiden Archipelen. Die Azoren werden gerne als das Hawaii Europas betitelt, was nach unserem Eindruck insgesamt etwas übertrieben ist, aber an manchen Ecken der Azoren durchaus nachvollziebar ist - zumindest während des Azorensommers.

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Re: Azoren

Beitrag von Lee » Mi 3. Okt 2018, 22:38

Nach dem Verlassen von Caldeira erreicht man nach kurzem Aufstieg den Rand des grandiosen, schon vorher beschriebenen Tals. Hier empfiehlt es sich bevor man ins Tal absteigt den ausgeschilderten, nur ein paar Minuten dauernden Mini - Abstecher zum großartigen Miradouro El Portal zu machen von wo aus die meisten der schon vorher gezeigten Fotos aufgenommen wurden. Hier trafen wir dann auf die ersten anderen Urlauber während der gesamten Tour, da der Aussichtspunkt auch mit dem Auto zu erreichen ist.

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Re: Azoren

Beitrag von Lee » Mi 3. Okt 2018, 22:39

Nach der längeren Pause am Miradouro machten wir uns an den Abstieg ins Tal. Der Wanderweg führt sofort sehr steil - wie steil kommt auf dem Foto überhaupt nicht rüber - durch dichten Wald hinab. Eigentlich ähneln die angelegten Felspfade der Azoren den Camino reales der Kanaren, mit einem Unterschied: Die Pfadbauer der Azoren haben teilweise fast völlig auf Serpentinen verZichtet! Wir sind zwar manchmal auch schön schlängelige, angenehm zu gehende Abstiegswege, die sanft an Höhe verlieren, gegangen - aber teilweise geht es einfach auf dem direkten Weg steil bergab.

Diese Wegführung in Verbindung mit der deutlich höheren Luftfeuchtigkeit (teils starke Moosbildung) und den eh schon höheren Niederschlägen (rutschigere und matschigere Wege) macht einige der Abstiege auf den Azoren zu relativ anspruchsvollen Unternehmungen bei denen es vielleicht noch mehr als auf den Kanaren gilt die Konzentration hochzuhalten.

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Nach dem recht unangenehmen, aber teils sehr schön hohlwegartigen Waldabstieg erreicht man den Ortsrand von Fajazinha. Dieses bisher größte Dorf (ca. 130 Einwohner) der Wanderung besticht durch seine schöne Lage inmitten des Tals und durch seine freundliche Ausstrahlung. Schöne, alte Häuser und gepflegte Gärten, und Einwohner die freundlich grüßen. Und auch der Festschmuck der gerade beendeten Fiesta flatterte noch freundlich im Wind. Fajazinha dürfte auch ein gutes Basislager sein - es gibt eine Bar, ein gutes Restaurant und ein paar kleine Häuschen, die man mieten kann.

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Re: Azoren

Beitrag von Lee » Do 4. Okt 2018, 18:41

Kurz nach dem Ortsrand von Fajazinha beginnt der Wanderweg als romantischer, von Lesesteinmauern gesäumter Camino in Richtung Steilwände anzusteigen. Man wandert nun durch terrassierte Hänge relativ gemütlich bergauf - Genusswandern pur! Dieses Wegstück fanden wir sehr schön.

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Aber auch der Blick zurück lohnt - Er verwöhnt mit herrlichen Ausblicken auf Fajazinha und den Atlantik und zeigt noch einmal wie schön der Ort gelegen ist.


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