Artikel nach dem Brand La Gomera 2012

Benutzeravatar
kiwi
************
Beiträge: 4951
Registriert: Di 11. Mär 2008, 18:24

Artikel nach dem Brand La Gomera 2012

Beitrag von kiwi » So 19. Aug 2012, 18:24

Mist! Der Beitrag ist verschwunden! Daher jetztz nur noch Auszuege aus dem Artikel von GomeraVerde

Im Nationalpark wurden ca. 900 Hektar Flaeche in unterschiedlichem Schweregrad von den Braenden betroffen, sagt der Leiter des Parks, Ángel Fernández. Der groesste Teil des Brandes hat Weiden und Gebuesch verbrannt, die sich schon innerhalb von 2 Jahren wieder begruenen werden.

Auch 10 bis 15 Jahre alte Flaechen des Jungen Waldes wurden betroffen, in denen man Regenerationsprogramme gestartet hatten. Die werden jetzt 10 Jahre brauchen um sich wieder zu erholen. Dabei handelt es sich um leicht brennbare Vegetation, die sich in frueher landwirtschaftlich genutzten Flaechen ausgebreitet hat und die zur schnellen Verbreiyung des Feuers gefuehrt hat.

Einige hundert Hektar Alter Wald im Nationalpark Garajonay werden ein Jahrjundert brauchen, bevor sie wieder den urspruenglichen Zustand erreichen.

Ausserdem hat das Feuer bestimmte Zonen im Lorbeerwald im Naturreservat von Benchijigua in unterschiedlichem Grad erreicht.
Aber dort, meint Fernández, ist der Schaden ausserordentlich hoch und noch nie hat es auf den <Kanaren vorher einen Brand gegeben, der Zone von derartig oekologisch wichtigem Wert bedroht. In Los Gallos, Vallehermoso, ist es der unter manchen Aspekten aelteste Wald.
Ausserdem, bemerkte Fernández, dass auch die Fauna betroffen ist und erninnerte daran, dass der Park und seine Umgebung Spaniens zweitwichtigste Flaeche ist, was die Anzahl der bedrohten Pflanzenarten angeht.
In diesem Bereich gibt es viele Arten, die betroffen sind, obwohl man in keinem der Faelle von der Gefahr des kompletten Aussterbens ausgehen muss, da es in auch ausserhalb der verbrannten Gebiete noch Populationen gibt.
"Aber natuerlich ist man besorgt, weil man nicht weiss, wie die Reaktion sein wird . Er vertraut darauf, dass sich die Flora mittels eines "Rueckschlagmechanismuses" und ueber Keimung in Samenbanken wenigstens teilweise wieder erholen wird.
Fernández setzt darauf, ein Folgeprogramm zu realisieren, dass in eine globale Restauration eingegliedert ist und in den naechsten Monaten angeregtb wird.

Benutzeravatar
kiwi
************
Beiträge: 4951
Registriert: Di 11. Mär 2008, 18:24

Re: Artikel nach dem Brand La Gomera 2012

Beitrag von kiwi » Do 23. Aug 2012, 13:32

Gomeraverde, 23. August: Tagaragunche wird Freiwillige nach Valle Gran Rey bringen
Die Asociación Cultural Y Ecologista de Tagaragunche wird in Zusammenarbeit mit der Plataforma Valle Gran Rey an den Wochenenden Busse chartern um Freiwillige zu Saeuberungs- und Wiederaufbauarbeiten in die Gemeine zu bringen.
Der erste Bus wird diesen Samstag um 8.30 Uhr von der Busstation in San Sebastián abfahren und wird unterwegs Leute ungefaehr zu folgenden Zeiten aufnehmen:

- Abfahrt San Sebastián um 8.30
- Cruce de Paredes: 9.00
- Plaza de Chipude: 9.15
- Plaza del Cercado: 9.25
- Casa Efigenia (Las Hayas): 9.35
- Cruce de Arure: 9.45

Tagaragunche erbittet die Solidaritaet aller Menschen der Insel La Gomera mit Valle Gran Rey und den anderen von den Braenden betroffenen Doerfern. Deshalb rufen wir dazu auf, bei diesen freiwilligen Diensten mitzuarbeiten und finanzielle Unterstuetzung fuer die Betroffenen zu erbringen. In diesem Sinn steuert Tagaragunche dank seiner Mitglieder 1.000 Euro bei.
Die Asociación ruft die 3 betroffenen Gemeinen, San Sebastián, Alajeró und Valle Gran Rey, dazu auf Freiwilligenprogramme in Gang zu bringen und stellt sich zur Zusammenarbeit und zur Organisation von Arbeitsgruppen zur Verfuegung. Ausserdem rufen sie die Betroffenen dieser Gemeinden dazu auf, sich in der Plataforma zusammenzuschliessen. Fuer mehr Information: Tel. 679.600.110

Hiunweis fur Helfer: Die Helfer muessen volljaehrig sein.
Tagaragunche uebernimmt keine Haftung bei Unfaellen oder Verletzungen waehrend des Volontariats. Geeignete Arbeitskleidung, Schuhe, Handschuhe, Sonnenschutz, Kopfschutz und Verpflegung fuer den ganzen Tag muessen mitgebracht werden. Zwischen 18.00 und 20.00 Uhr wird die Rueckkehr stattfinden.
Die Plataforma de Valle Gran Rey hat sich mit dem Ziel gegruendet,so viele Aktionen in Gang zu bringen und zu organisieren, wie noetig sind um die Auswirkungen der Braende zu lindern. Sie verbindet sowohl Betroffene als auch Freiwillige, die bereit sind an dieser gemeinsamen Aufgabe mitzuarbeiten zur Normalitaet zurueckzukehren.
Oeffnungszeiten in der Casa Cultural:

Montag bis Freitag 9.00 bis 14.00 Uhr und 16.00 bis 19.00 Uhr

Kontakt Plataforma : Tel: 34 922.80.71.94; plataformaporvallegranrey@gmail.com

Benutzeravatar
kiwi
************
Beiträge: 4951
Registriert: Di 11. Mär 2008, 18:24

Re: Artikel nach dem Brand La Gomera 2012

Beitrag von kiwi » Fr 24. Aug 2012, 11:27

GomeraVerde

Der Buergermeister von Valle Gran Rey, Miguel Ángel Hernández, bestaetigte, dass der Erlass zu Hilfen fuer die Betroffenen seitens der kanarischen Regierung "sehr restriktiv" ist und "nur wenigen" zugute kommen wird.
In Erklaerungen der Europ Press zeigte er auf, dass das Ayuntamiento eine Verlaengerung des Zeitraums beantragen wird, weil ein Monat nur sehr wenig Zeit ist um die Dinge zu bearbeiten, vor allem weil der August schon zur Haelfte vorbei ist. Ausserdem beklagt er, dass es viele Bedingungen gibt, wie z. B., dass das betroffene Haus erstbezogen wurde oder sich nich in einer irregulaeren Situation befindet, was haefig der Fall ist im Parque Rural.
"Der, der alle Anforderungen erfuellt, verdient einen Preis", sagt er.
Hernández bestaetigt, dass das Ayuntamiento damit begonnen hat, ein Gutachten zu den durch den Brand entstandenen Schaeden zu erstellen, weist aber darauf hin, dass man ein wahrheitsgetreues Dokument zu erstellen, das "kein Brief an die Drei Weisen - an den Weihnachtsmann - sein soll.
Er hinterfragt diues und kommt zu dem Schluss, dass die Bewertung durch das Cabildo "sehr gruen (blauaeugig???) sei - obwohl man die Schaeden an den Haeusern mit 5,5 Mill. Euro beziffert hat. - und spricht sich dafuer aus, einen "zusammenhaengenden Plan" zu erstellen um Hilfen mit allen Behoerden auszuhandeln.
Er erkennt an, dass die Bevoelkerung ein "Trauma" durchlebt hat, jetzt aber Schritt fuer Schritt ihre Aktivitaet zurueckerlangt und glaubt, dass das, was ihnen "Ruhe" bringen wuerde, die "Aufklaerun"g darueber waere, weshalb die Alarmstufe von 2 auf 1 abgesenkt worden war, obwohl" die Hitzewelle gerade erst begonnen hatte".
"Die Bevoelkerung verdient eine Erklaerung", sagte er.
Er erinnert daran, dass am vergangenen Montag eine Versammlung einstimmig beschlossen hat, von der kanarischen Regierung und vom Cabildo zu fordern, dass sie eine Untersuchung durchfuehren oder dass - sollte das nicht stattfinden - die Umweltbehoerde sich der Sache annimmt.

"Man hatte Angst gehabt"

" Man muss wissen, wer die Absenkung der Alarmstufe gefordern hat und wer das Ganze autorisiert hat, wo doch wissenschaftliche Erkenntnisse ueber eine Hitzewelle vorgelegenhatten. Die Buerger verdienen es zu wissen, warum es diese Angst und diese Schaeden an unserer Lebensform gegeben hat". Er kommentiert: "Wir wollen, dass die Verantwortlichkeiten geklaert werden."

Zur Wiederherstellung der Umwelt meint er, dass der Brand eine "gute Gelegenheit" sein kann, die Zone zu regenerieren, weil der Cañabewuchs in den Barranco eingefallen sei und die Sauces verdraengt und die Palmen bedraengt habe. Er meint, sie koennten sich schnell wieder Erholen, wenn der Winter mitspielt.

Hernández hebt hervor, dass die Gemeinde vor der Herausforderung steht zu vermeiden, dass der Brand ihr touristisches Bild beschaedigt und schlaegt vor, die Botschaft der verschiedenen Behoerden zu zentralisieren, um Valle Gran Rey als ein oekotouristisches Reiseziel zu staerken.

lenamar
***
Beiträge: 175
Registriert: Sa 4. Feb 2012, 01:32

Re: Artikel nach dem Brand La Gomera 2012

Beitrag von lenamar » Fr 24. Aug 2012, 13:18

kiwi hat geschrieben:GomeraVerde
Ausserdem beklagt er, dass es viele Bedingungen gibt, wie z. B., dass das betroffene Haus erstbezogen wurde oder sich nich in einer irregulaeren Situation befindet, was haefig der Fall ist im Parque Rural.
Hm, ist das so zu verstehen, daß einige Häuser gar nicht hätten gebaut werden dürfen?
Evtl. dann auch nicht wieder aufgebaut werden dürfen?

lg lenamar

Benutzeravatar
kiwi
************
Beiträge: 4951
Registriert: Di 11. Mär 2008, 18:24

Re: Artikel nach dem Brand La Gomera 2012

Beitrag von kiwi » So 26. Aug 2012, 11:09

GomeraNoticias
Alleine in VGR uebersteigen laut Ayuntamiento die durch den Brand angerichteten Schaeden 11 Millionen Euro

602507 Euro um die Schaeden an Eigentum und weiteren 85 Haeusern zu beheben, die durch den Brand zwar nicht komplett zerstoert, aber beschaedigt wurden.

Kurzfassung:

- 11,7 Millionen Schaeden durch den Brand in VGR
- mehr als 3000 Menschen wurden evakuiert
- nach Gutachten durch das Ayuntamiento darin enthalten 4,27 Millionen fuer die 46 Haeuser, die komplett zerstoert wurden und um den Eigentuemern zu helfen, uebergangsweise Wohnraum zu mieten
- 602507 Euro um die Schaeden an Eigentum und weiteren 85 Haeusern zu beheben, die durch den Brand zwar nicht komplett zerstoert, aber beschaedigt wurden.
- Techniker des Konsistoriums haben eine Schaetzung abgegeben ueber Schaeden an der Infrastruktur der Gemeinde, bei land- und viehwirtschaftlicher Produktion, an Kommunikationseinrichtungen, Handels-, Industrie- und Dienstleistungseinrichtungen.
- 3.52 Millionen fuer die Wiederherstellung der Waldgebiete und der Umwelt in der Zone des Parque Rural und seiner Vorzone (zweitgroesster Posten)
- Die anstehenden Arbeiten werden sich auf die Wiederherstellung der Palmenhaine und ihre vielfaeltigen Lebensformen, auf die Landschafts- und Umweltpflege, Erhaltung des Flusslaufs und die Befreiung von Vegetation, die ihn kolonialisiert hat.
- Infrastruktur: 793961 Euro werden fuer Strassenbau, Reparaturen der Stromversorgung, Beleuchtung, des Trink- und Abwassernetzes benoetigt
- Ausserdem wird Geld benoetigt fuer den Wiederaufbau von Wasserrueckhaltebecken(?), begruenten Flaechen, staedtischen Einrichtungen, Kinderspielplaetzen, Sporteinrichtungen und der oeffentlichen Schule in El Retamal.
- Den Schaden bei Land-und Viehwirtschaft beziffert das Gutachten des Ayuntamiento auf 1,5 Mill. Euro, den bei Telefon und Telekommunikation auf 950308 Euro.
- 107771 Euro sind notwendig fuer Reparaturen bei Installationen und Ausruestung von Privatpersonen und Unternehmen, 402582 Euro fuer industrielle,landwirtschaftliche, Handels- und Dienstleistungsbetriebsstaetten.

Benutzeravatar
kiwi
************
Beiträge: 4951
Registriert: Di 11. Mär 2008, 18:24

Re: Artikel nach dem Brand La Gomera 2012

Beitrag von kiwi » Di 28. Aug 2012, 18:43

Gomeraverde: Der Brand zerstoert weiterhin den Monte und die Wahrheit


Obwohl er inzwischen stabilisiert wurde, bleibt der Brand auf La Gomera auch fast einen Monat nach seinem Ausbruch am 4. August weiterhin aktiv.
Insgesamt wurden 4000 Hektar verbrannt (ca. 11 Prozent der Inselflaeche) und die vom Brand verursachten materiellen Verluste werden mit mehr als 70 Millionen Euro beziffert.
Die Umweltschaeden sind nicht mit Zahlen auszudruecken. Und Luegen, Halbwahrheiten, deutlichen Fehlern, Verwirrungen und Fehlinterpretationen ueber die Gruende, die sie ausgeloest haben, verbrennen weiterhin die Moeglichkeiten zu sinnvollen Loesungen zu gelangen, die garantiert erlauben sich ihrer Erholung zu widmen.
Das schliesst natuerlich mit ein, die verantwortlichen Politiker zur Rechenschaft zu ziehen, die derart ungeschickt die Loeschung der Braende geleitet haben.

Ich kenne den gomerischen Monte sehr gut. Mehrere Jahre lang habe ich im Nationalpark als Umweltmonitor (Berater?) gearbeitet. Ausserdem habe ich dort diverse Umweltstudien ueber seine aussergewoehnliche Flora und Fauna durchgefuehrt. Mit dieser Erfahrung als Ausgangsbasis wuerde ich gerne Antwort geben auf eine Reihe von Fragen, die viele von Ihnen bestimmt haben.

Wie konnte der Garajonay, ein immergruener und feuchter Wald, in Brand geraten?
Weil er ganz schrecklich trocken war.Die derzeitige Trockenheit ist die schlimmste, an die man sich im Lauf des letzten Jahrhunderts erinnert.

Hatte der Brand im Lorbeerwald begonnen?
Das Feuer bagann ausserhalb des Nationalparks, im nieder gelegenen Teil mit Buschwerk und verlassenen Feldern.Dort hatten Brandstifter ueber Monate hinweg immer wieder kleine Braende gelegt, die aber schnell durch die Loescheinheiten erstickt wurden. Ein ums andere Mal.
Schliesslich, an einem Tag mit extremer Hitze und starken Winden, hatten sie Erfolg.

Noch nie haben Braende auf La Gomera im Lorbeerwald begonnen. Praktisch 99% der Braende waren ausserhalb des Monte entstanden, so gut wie keiner ist in ihn vorgedrungen. Im Gegenteil: Der reife Lorbeerwald ist das beste Gegenfeuer, das es gibt.


War das tote Holz, das sich im Monte angesammelt hatte, Schuld an den schrecklichen Braenden?
Ueberhaupt nicht! Das, was einige als "Schmutz" ansehen, ist der natuerliche Prozess eines Waldes, in dem tote Baeume die jungen ernaehren und vor allem ein aeusserst wichtiges Oekosystem von Pflanzen und Tieren. Dieses faulende Holz, das mit Pilzen und Insekten besetzt ist, brennt nur sehr schwer. Das gleiche passiert mit dem Laub, die lebende Haut des Lorbeerwaldes.

Benutzeravatar
kiwi
************
Beiträge: 4951
Registriert: Di 11. Mär 2008, 18:24

Re: Artikel nach dem Brand La Gomera 2012

Beitrag von kiwi » Di 28. Aug 2012, 19:33

2. Teil (weil mir ab und an die Artikel verloren gehen :menno )

Warum hat es frueher noch keine Braende im Monte gegeben?
Nun, weil in alten Zeiten der ganze Bereich des Garajonay von bewirtschafteten Feldern umgeben gewesen war, die man jetzt groesstenteils aufgegeben hat. Aber es ist leichter aus absoluter Ignoranz herasu die Dinge immer wieder zu wiederholen, als DEINE Palme frei von Trockenen Wedeln zu halten, DEINEN Hof ohne Buschwerk oder Stoppel zu halten und zu bewirtschaften, DEIN Haus und die Geraetschaften ohne Geruempel (atrabancos???), liegengelassene Paletten, alte Moebel. Es ist viel einfacher dem Monte und denen, die ihn leiten, die Schuld zuzuschieben.

Stimmt es , das es nicht mehr zulaessig ist, im Monte Holz zu sammeln und dass er deshalb ungepflegt ist?

Das ist eine falsche Information! Den Bewohnern der umliegenden Gebiete ist es gestattet, pro Familie und Jahr 5 Ster Holz zu sammeln. Ausserdem stand jedem Bewohner der Insel das geschnittene Kiefernholz zur Verfuegung(dort, wo man frueher Gagel und Heidekraut gepflanzt hatte). Das machte, wer wollte, vor allem Baeckereien und Konditoreien, die Holz benutzten.

Die Leute, die vorschlagen, den Monte zu saeubern, sind sich gar nicht der Tatsache bewusst, dass damit Hunderte von Pilzen Wirbellosen, Flechten verschwinden wuerden...die davon leben, dass sie organische Materie zersetzen. Auch nicht der, welche immense Arbeit es bedeuten wuerde Holz zu sammeln in dem Monte, auf dem bei 46 % der Insel 30 % Steigung sind und auf 12% mehr als 50% Steigung.


Braucht man mehr Feuerschneisen?


Ein weiterer grosser Irrtum! Die Zone des Nationalparks, in der es die meisten Pisten in der Art einer Feuerschneise gibt, wurde am Schnellsten vom Feuer zerstoert. Die Zone von Pajarito, Alto, Pinos Redondos und Ajugal wird von vielen gut gepflegten Pisten durchzogen, dort bildete die Vegetation keine "Tunnel",aber sie war niedrig und jung. Daher war die Verwuestung dort am groessten im Park, wo sich die meisten Pisten befinden.
Der Grund dafuer ist die Art von Vegetation, junge Gagel und Heitekraut. Mit dem Feuer sind in 48 Stunden 30 Jahre Wiederaufforstungsarbeit in Rauch aufgegangen inheruntergekommenen Gebieten, wo man in den Sechzigerjahren ungefaehr 500 Hektar Kiefern gepflanzt hatte.

Der Lorbeerwald ist eine natuerliche Feuerschneise. Das Feuer von 1995 am Plateau von Vallehermoso begann ausserhalb des Montes wegen eines Stoppelfeldbrandes und als es den feuchten Lorbeerwald erreichte, hielt es von selbst an und erlosch. Das Feuer des vergangegenen Jahres in Cubaba und Tazo kam zum Stillstand, als es den Monte erreichte, nachdem es Palmen, Stoppelfelder und leicht entflammbare Vegetation verbrannt hatte.

Benutzeravatar
kiwi
************
Beiträge: 4951
Registriert: Di 11. Mär 2008, 18:24

Re: Artikel nach dem Brand La Gomera 2012

Beitrag von kiwi » Di 28. Aug 2012, 21:38

3. Teil

Warum ist das Feuer so schnell und zerstoererisch gewesen?

Der grosse Barranco des Valle Gran Rey brannte in 7 Minuten ab. Er war wie ein gigantischer Feuerwerfer, vor allem wegen des Bewuchses mit der boesartigen Caña. Das sind eingefuehrte Pflanzen, die das gomerische Territorium ersticken. Das junge Gebuesch und das Heideland im Sueden der Insel und im Monte verbrannten in kaum 2 oder 3 Tagen. Es handelt sich um Vegetation des jungen Monteverde, leicht entflammbar, die die vormals landwirtschaftlich genutzten Gebiete besiedelt hatte und das Feuer sehr stark vorangetrieben hat. Dem gegenueber ist das Feuer in die gut erhaltenen Zonen des Lorbeerwaldes entweder nicht vorgedrungen oder kam nur ausgesprochen langsam voran. Es verbrannte den Boden, aber nicht die Baeume.

Hat das Feuer dem Parque National de Garajonay ein Ende gemacht?

Ueberhaupt nicht! Es stimmt, dass der Brand wirklich fuerchterlich gewesen ist. Er hat einige tausend Hektar des Nationalparks verbrannt. Einige hundert Hektar des Alten Montes werden ein Jahrhundert brauchen um wieder in einen aehnlichen Zustand wie zuvor zu kommen. Einige davon von immensem oekologischen Wert wie Los Gallos, Vallehermoso, ein Wald so alt oder noch aelter als El Cedro. Aber der groesste Teil des Brandes hat Weiden und Gebuesch verbrannt, die innerhalb von zwei Jahren wieder gruen sein werden. Ausserdem hat der Brand Bereiche am Rande des Parks zerstoert, wo man Programme zur oekologischen Wiederherstellung begonnen hatte, die jetzt um 10 Jahre zurueckgeworfen wurden.


Lohnt sich eine Reise nach La Gomera jetzt noch?

Aber batuerlich. Grosse Bereiche des Garajonay sind unversehrt, jungfraeulich, wild, mysterioes und einzigartig geblieben. Es gibt immer noch viel maerchenhaftes Gomera, viele Wege zum Bewandern, viele Leute zum Kennenlernen und um mit ihnen ihre Kultur, Gastronomie und Lebensart zu geniessen.
Dieser Brand ist kein Problem und darf keins fuer die Insel sein, sondern ein Ansporn fuer uns alle, dass wir umkehren und sie unterstuetzen, indem wir sie als Reiseziel fuer unsere naechsten Urlaube waehlen.
Sei versichert, dass sie dich nicht enttaeuschen wird.

Quelle: http://www.20minutos.es - * César Javier Palacios

Mafalda

Re: Artikel nach dem Brand La Gomera 2012

Beitrag von Mafalda » Di 28. Aug 2012, 21:47

lenamar hat geschrieben:
kiwi hat geschrieben:GomeraVerde
Ausserdem beklagt er, dass es viele Bedingungen gibt, wie z. B., dass das betroffene Haus erstbezogen wurde oder sich nich in einer irregulaeren Situation befindet, was haefig der Fall ist im Parque Rural.
Hm, ist das so zu verstehen, daß einige Häuser gar nicht hätten gebaut werden dürfen?
Evtl. dann auch nicht wieder aufgebaut werden dürfen?

lg lenamar
Ja.

Benutzeravatar
kiwi
************
Beiträge: 4951
Registriert: Di 11. Mär 2008, 18:24

Re: Artikel nach dem Brand La Gomera 2012

Beitrag von kiwi » Mi 29. Aug 2012, 13:11

GomeraNoticias: Der Staat laesst trotz des extremen Brandrisikos die Inseln ohne Loeschflugzeuge


Die Verhandlungen und Antraege der Kanarischen Regierung an den Spanischen Staat, 3 der 22 Loeschflugzeuge des Umweltministeriums bis zum 31. Oktober auf den Inseln zu belassen, sind auf taube Ohren gestossen und die Flugzeuge sind bereits alle wieder auf der Halbinsel. Im Notfall benoetigen sie mindestens 20 Stunden fuer die Rueckkehr.


Die Zentralregierung hat die Ohren verschlossen vor den Antraegen der Kanarischen Regierung - beschlossen in einer ausserordentlichen Sitzung des Rates am 17. August. Der Antrag war gestellt worden mindestens 3 der 22 Loeschflugzeuge, ueber die das Ministerium fuer Landwirtschaft und Umwelt verfuegt, auf den Inseln bis zum 31. Oktober zu belassen angesichts des extremen Brandrisikos wegen der andauernden Hitzewellen und des Regenmangels waehrend des letzten Jahres, was den Monte total ausgetrocknet hat. Dahingehend informierte heute G. Maestre die Zeitung El Día.
Folglich sind alle 5 Flugzeuge, die in der vergangenen Wochedie auf La Gomera unter der Oberflaeche immer noch schwelende Braende bekaempft hatten, direkt zu ihren Basen auf der Halbinsel zurueckgekehrt, ohne dass der Staat auch nur in Erwaegung gezogen hat, dass einige von ihnen auf den Flughaefen von Los Rodeos oder Gando in Bereitschaft verbleiben koennten.

Der dringliche Antrag der Kanarischen Regierung gruendet laut ihres Praesidenten, Paulino Rivero , auf der Tatsache, dass es, wenn um Unterstuetzung gebeten durch Luftbrandbekaempfungsmittel wird, mindestens 20 Stunden benoetigt, bis diese Mittel auf den Inseln ankommt. Das ist an keinem anderen Ort der Halbinsell der Fall, denn dort kann alles innerhalb von 2 bis 3 Stunden erreicht werden.
" Die Kanaren haben das gleiche Anrecht auf staatliche Unterstuetzung wie der Rest der autonomen Gemeinschaft und da das so ist, verlangen wir, dass mindestens 3 der Loeschflugzeuge dauerhaft auf dem Archipel verbleiben, da sie uns dort wirklich Hilfe im Brandfall leisten koennen," vertrat Rivero die Sache vor einer Woche. Er gab zu Protokoll, dass "es eine Frage der Gerechtigkeit, nicht der Grosszuegigkeit" sei.

Bisher ist die einzige Anspielung auf diesen Antrag seitens desr Regierung von Mariano Rajoy gewesen, dass der Verantwortliche fuer Umweltfragen vor 2 Wochen ausgefuehrt hat, dass die Waldflaeche der Kanarischen Inseln den Einsatz von weiteren Mitteln nicht rechtfertige.
Er erinnerte daran, dass die Inseln ja bereits ueber 2 vollstaendig ausgeruestete Einheiten der UME verfuegten.

Auf jeden Fall wird die ganze Erklaerung der Regierung am 6. September bekanntgegeben werden, wenn Minister Miguel Arias Cañete vor der parlamentarischen Kommission fuer Landwirtschaft, Umwelt und Ernaehrung erscheinen wird.

Es passt dazu daran zu erinnern, dass die technischen Gutachten ebendieser Kanarischen Regierung feststellen, dass wegen der gebirgigen Beschaffenheit der Inseln eher die Helikopter vom Typ Kamov als die Loeschflugzeuge zum Einsatz kommen, weil die aufgenommene Wassermenge fast gleich sei, aber die Genauigkeit beim Abwurf groesser.
Dennoch wird von der Fuehrung bestaetigt, dass " wenn es keine Kamov gibt, sondern Loeschflugzeuge, wir verlangen, dass die Loeschflugzeuge kommen.",

Antworten

Zurück zu „Waldbrand 2012“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast