Artikel nach dem Brand La Gomera 2012

lenamar
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Re: Artikel nach dem Brand La Gomera 2012

Beitrag von lenamar » Mi 29. Aug 2012, 15:30

Mafalda hat geschrieben:
lenamar hat geschrieben:
kiwi hat geschrieben:GomeraVerde
Ausserdem beklagt er, dass es viele Bedingungen gibt, wie z. B., dass das betroffene Haus erstbezogen wurde oder sich nich in einer irregulaeren Situation befindet, was haefig der Fall ist im Parque Rural.
Hm, ist das so zu verstehen, daß einige Häuser gar nicht hätten gebaut werden dürfen?
Evtl. dann auch nicht wieder aufgebaut werden dürfen?

lg lenamar
Ja.
Hm. Und nun? Soll man sich vorstellen, daß dann einige Häuser wiederrum schwarz neugebaut werden?
Und was wird dann aus denen, die keine eigenen finanziellen Reserven mehr haben?

lg lenamar

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Re: Artikel nach dem Brand La Gomera 2012

Beitrag von Margit P. » Mi 29. Aug 2012, 16:45

@ Kiwi, Aller :herz lichsten Dank, dass du in deinem Urlaub in die Tasten deines Laptops haust um für uns von GomeraNoticias diesen Informativen Artikel zu übersetzen. :knuffel :blumen
Wenn du la rana, Wulf, Christoph u. Iris siehst, dann drück sie einmal recht lieb von mir. Ich wär jetzt auch schon gerne bei euch. :blume

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Re: Artikel nach dem Brand La Gomera 2012

Beitrag von kiwi » Mi 29. Aug 2012, 17:32

De nada!, Margit :knuffel . Werde es ausrichten, so ich kann. Und: Dein Tag wird kommen!

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Re: Artikel nach dem Brand La Gomera 2012

Beitrag von Fritzlore » Mi 29. Aug 2012, 18:05

Eigentlich müßte sich die Inselregierung jetzt ein eigenes Löschflugzeug anschaffen.
Einige bescheuerte Bauvorhaben stoppen und statt dessen in was sinnvolles investieren.
Wär' doch mal was.....

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Re: Artikel nach dem Brand La Gomera 2012

Beitrag von kiwi » Sa 1. Sep 2012, 19:11

GomeraNoticias
Manifest der Wissenschaftlichen Gemeinschaft:Ueberlegungen, damit sich die Dinge nicht wiederholen


Einige vierzig Wissenschaftler geben sagen ihre Meinung zu dem, was sich kuerzlich auf La Gomera ereignet hat. Nachdem sie sich wegen der Veroeffentlich mit diesem digitalen Medium in Verbindung gesetzt haben, haben wir es fuer sinnvoll erachtet, das Manifest in ganzer Laenge hier zu veroeffentlichen zur Kenntnisnahme durch unsere Leser.

Wir die unten Unterzeichneten, Wissenschaftler verschiedener nationaler und auslaendischer Universitaeten und wissenschaftlicher Zentren, moechten unserer grosses Beleid bekunden zu den grossen oekologischen, biologischen und persoenlichen Verlusten, die sich als Folge des auf La Gomera am 4. August ausgebrochenen Brand ergeben haben.

Ungluecklicherweise hat dieser "gelegte" Brand ca. 3000 Hektar zerstoert, was 8% der Insel entspricht und ca. 18% der Flaeche des Parque Nacional de Garajonay.


Momentan wird immer noch an der Loeschung dieses sehr schwierigen Brandes gearbeitet, der immer noch unter der Oberflaeche schwelt, deren Verbrennen man an sehr heissen Tagen immer noch spuert.
Nach unserem bescheidenen Dafuerhalten, aber mit der Erfahrung von vielen Jahren der Untersuchungen und des Studiums, denken wir,dass es wichtig ist, verschiedenen allgemeine Bedingungen zu beruecksichtigen, die uns dabei helfen, das Warum fuer die ungeheure Groesse dieses Brandes zu verstehen.


Wir befinden uns in einer ganz deutlichen Episode des Klimawandels, was auch einige Perioden extremer Duerre einschliesst, wie sie sich im letzten Jahr auf La Gomera gezeigt hat, die schlimmste der letzten 60 Jahre. Und genau in dieser Situation wird dieser rieseige Brand gelegt, auf einer Insel, La Gomera, die seit dem grossen Brand im Jahre 1984 (damals waren "nur" 840 Hektar verbrannt, aber ungluecklicherweise 20 Menschen ums Leben gekommen) den grossen Braenden hatte entkommen koennen, die Gran Canaria, Teneriffa, La Palmna und El Hierro in den letzten 15 Jahren befallen hatten.

Dieser Brand hat sich durch grosse Heftigkeit ausgezeichnet, die von einem explosiven Cocktail von Umstaenden hervorgerufen wurde.
So zum Beispiel:

1. die das ganz Jahr ueber anhaltende extreme Duerre mit kaum 20% des sonst in einem Jahr fallenden Niederschlags
2. der Ausbruch des Feuers inmitten einer sehr heftigen Hitzewelle mit ausserordentlich hohen Temperaturen, sehr trockener Luft und sehr stuermischen Winden mit Boeen mit stellenweise mehr als 60 km/h. aus wechselnden Richtungen.
3. sehr vielen verlassenen landwirtschaftlichen Grundstuecken
4. die Ausdehnung von Gebieten mit leicht entflammbarem Buschwerk
5. die komplexe Orografie von La Gomera und
6. die Tatsache, dass der/die Brandstifter das Feuer an verschiedenen Stellen gelegt hatten, mit der damit verbundenen Schwierigkeiten es zu loeschen, die er/sie beabsichtigt haben.

Das bewirkt, dass ein Brand unkontrollierbar wird, sogar wenn alle Bransbekaempfungsmittel, die man sich nur wuenschen kann, zur Verfuegung stehen. Bei den bereits erwaehnten extremen Bedingungen kann man lediglich Vorkehrungen treffen, dass es keine menschlichen Verluste gibt und - nur wenig besser - hoffen, dass die klimatischen Bedingungen "amaine" (????besser werden??) und man das Feuer mit einer gewissen Garantie bekaempfen kann.

Gluecklicherweise verhinderte die beste Feuerschneise, die auf La Gomera existiert, dass das Feuer den gesamten Norden der Insel verbrannte. Wir beziehen uns hier auf den reifen Lorbeerwald, der sich nur schwer entzuendet und einer der grossen Verbuendeten dabei gewesen ist beim Verlangsamen des Feuers. Der groesste Teil der verbrannten Waelder sind junge Waelder, die den zentral- meridionalen Teil der Insel bewachsen. Sie hatten im Laufe der Jahre mehr Reife erreicht und waren schwerer zu entzuenden, trotz der Einschraenkungen, die fuer die Gipfel des Suedhangs bezeichnend sind. In diesen vormals hauptsaechlich mit schnell entzuendlichen Kiefern aufgeforsteten Zonen, hatte sich waehrend der letzten 25 Jahre ein Programm entwickelt, dessen Ziel :Erholung der urspruenglichen Waelder, gute Fortschritte gemacht hatte.

Es sind 25 Jahre harter Arbeit gewesen, die da von Forstarbeitern durchgefuehrt wurden. Viele dieser Arbeiter sind Bewohner der den Park umschliessenden Weiler (Igualero, El Cercado, Chipude, Arure, Acebiños, La Palmita) und haben mehr als alle anderen gefuehlt, wie diese Arbeit von Jahren zu Staub und Asche verbrannte.

Wir glauben, dass es gerade im Moment mehr nuetzt eine Denkpause zu machen, mit kuehlem Kopf die zur Verfuegung stehenden Daten zu analysieren und zu versuchen ganz klar die Wichtigkeit eines authentischen sozialen Gewissens zu vermitteln, was das absichtliche Legen von Braenden angeht, als eine Hexenjagd auf "potentiell" Schuldige zu veranstalten oder aber dass ein/e ???? (poner en entredicho) auf die Leitung des Nationalparks durchgefuehrt wird.

Die Unterzeichneten kennen und schaetzen La Gomera und seine Waelder, da wir viele unserer wissenschaftlichen Arbeitsstunden dieser Insel gewidmet haben, speziell dem Parque Nacional de Garajonay. Dieser Park beherbergt einen der aeltesten und am besten erhaltenen Waelder der Europaeischen Union. Hier hat man es verstanden, oeffentliche Nutzung und Erhaltung des natuerlichen Erbes miteinander zu verbinden, indem man aeussere, sehr agressive Faktoren vermieden hat, ein Erhaltungsprogramm durchgefuehrt hat fuer bedrohte Arten, Ausrottung exotischer Arten und Wiederaufforstung geschaedigter Waelder betrieben hat. Alle diese Aktionen haben dazu gefuehrt, dass die im Nationalpark durchgefuehrten Anstrengungen nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch weit ueber unsere Grenzen hinaus einen hohen Standard erreicht haben(?).

Deshalb ist der Garajonay nicht nur ein Ort, den jedes Jahr hunderttausende von Touristen besuchen, sondern in dem auch Wissenschaftler aus aller Welt seinen biologischen Reichtum untersuchen.

Natuerlich ist ein soziales Bewusstsein noetig, dass eine entschiedene Verurteilung derjenigen Brandstifter mit einschliesst, die solche Ungluecke anrichten. Ausserdem die Verantwortung der Gesellschaft fuer einen angemessenen Umgang mit Grundstuecken, was auch die Sauberhaltung privater Hoefe betrifft oder die angemessene Ordnung von Nutzung und staedtebaulicher Planung.

Hier muss ich Pause machen. Der zweite Teil folgt, zuerst allerdings die Liste der Unterzeichner.

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Re: Artikel nach dem Brand La Gomera 2012

Beitrag von kiwi » Sa 1. Sep 2012, 19:12

Liste der Unterzeichner:
Alain Vanderpoorten, Associated Professor of Belgian Funds for Scientific Research at University of Liège, BÉLGICA

Alessandro Chiarucci, Catedrático de Ecología, Universidad de Siena, ITALIA

Anna Traveset, Profesora de Investigación, IMEDEA, Consejo Superior de Investigaciones Científicas

Antonio Rodríguez, Catedrático de Edafología de la Universidad de La Laguna

Beatriz Rumeu Ruíz, Consejo Superior de Investigaciones Científicas

Brent Emerson, Científico Titular del Consejo Superior de Investigaciones Científicas

Carmen Dolores Arvelo, Profesora Titular del Departamento de Edafología de la Universidad de La Laguna.

Constantino Criado Hernández, Profesor Titular de Geografía Física, Universidad de La Laguna

Cristina González González, Delegada en Canarias de la Sociedad Española de Ornitología (SEO/BirdLife)

Cristoph Kueffer, Profesor de Ecología, ETH, Zúrich, SUIZA

Cristophe Thebaud, Catedrático de Ecología, Universidad Paula Sabatier, Touolouse, FRANCIA

Esperanza Beltrán Tejera, Catedrática de Botánica de la Universidad de La Laguna.

Gerard M. Dirkse, Natuurmuseum. Nijmegen. PAÍSES BAJOS

Heriberto López Hernández. JAE-DOCB. del Consejo Superior de Investigaciones Científicas.

Jairo Patiño llorente. Pos-doctoral research of Belgian Funds for Scientific Research at University of Liège, BÉLGICA

Jose María Fernández-Palacios, Catedrático de Ecología de la Universidad de La Laguna

Juan Antonio Lorenzo Gutiérrez, Técnico de Proyectos de de la Sociedad Española de Ornitología (SEO/BirdLife)

Juana María González Mancebo, Profesora Titular del Departamento de Botánica. Universidad de La Laguna.

Juli Caujapé Castells. Departamento de Biodiversidad Molecular y Banco de ADN. Jardín Botánico Viera y Clavijo , Unidad asociada al CSIC, Las Palmas de Gran Canaria

Kostas Triantis, Investigador, Universidad de Azores, PORTUGAL

Manuel Nogales Hidalgo, Investigador Científico del Consejo Superior de Investigaciones Científicas

Marcelino del Arco Aguilar, Catedrático de Botánica de la Universidad de La Laguna

María Manuela Pinheiro Sim Sim, Profesora de Botánica de la Universidad de Lisboa, PORTUGAL

Marta López Darias, JAE-DOC. Consejo Superior de Investigaciones Científicas

Miguel Delibes de Castro, Profesor de Investigacion del Consejo Superior de Investigaciones Cientificas

Miguel Meneses de Sequeira, Profesor de Botánica de la Universidad de Madeira, PORTUGAL

Olaf Werner. Investigador asociado de la Universidad de Murcia.

Pablo Vargas, Investigador Científico, Real Jardín Botánico, Madrid, Consejo Superior de Investigaciones Científicas

Paulo Alexandre Vieira Borges, Profesor de la Universidad de Azores. PORTUGAL.

Pedro Oromí Masoliver, Catedrático de Zoología de la Universidad de La Laguna

Pedro Sosa Henríquez. Catedrático de Genética de la Universidad de Las Palmas

Robert Whittaker, Catedrático de Biogeografía, Universidad de Oxford, REINO UNIDO

Rosa María Ros Espín, Catedrática de Botánica de la Universidad de Murcia

Rosalina María de Almeida. Profesora de la Universidad de Azores. PORTUGAL.

Ruth Jaén Molina, Departamento de Biodiversidad Molecular y Banco de ADN. Jardín Botánico Viera y Clavijo, Unidad asociada al CSIC, Las Palmas de Gran Canaria

Tomas Hallingback, Chair of IUCN / IAB Bryophyte Conservation group, SLU, Uppsala, SUECIA

Victoria Eugenia Martín Osorio, Profesora Titular del Departamento de Botánica. Universidad de La Laguna

Wolfredo Wildpret. Catedrático de Botánica de la Universidad de La Laguna.

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Re: Artikel nach dem Brand La Gomera 2012

Beitrag von kiwi » Sa 1. Sep 2012, 20:03

Teil 2

Im Moment hoeren wir einige Stimmen, die sich fuer die Rueckkehr zu gewissen Praktiken "trasnochadas" (ueberholten?) aussprechen, die frueher in unseren Waeldern durchgefuehrt wurden, wie z.B. die Einrichtung von Feuerschneisen in ausgesprochen fragilen Gebieten von hohem biologischem und landschaftlichem Wert ( die andereseits sehr leicht von Braenden ueberwunden werden koennen, wie es sich bei Braenden z.B. auf Teneriffa oder La Palma gezeigt hat.) oder die falsch verstandene Sauberkeit: Der Lorbeerwald ist nicht unaufgeraeumt oder schgmutzig, er ist lebendig!
Diese und andere Aktionen handeln der Erhaltung der Habitats und der einzigartigen Spezien zuwider, die die Schaetze des PN sind, und kommen nicht der bestmoeglichen Verwaltung seines Naturerben zugute.

Deshalb wird man, nach unserem Dafuerhalten in eine bessere Tatkraft bei der Vorbeugung von Braenden investieren muessen, indem man auf klare Informationen setzt und bestimmtes Gesichtzeigen der Oeffentlichkeit gegenueber. Nur auf diese Weise wird man ein besseres Bewusstsein dafuer erreichen, was diese so wenig geeigneten Aktionen fuer ein Juwel wie den PN de Garajonay bedeuten (mit sich bringen) und dass sie sich derart negativ auf Umwelt und allgemeine Interessen asuwirken.

Schliesslich duerfen wir nicht vergessen, dass der Garajonay sowohl wegen seines Erhaltungszustandes und der Qualitaet, die sein System der oeffentlichen Nutzung beisteuert, der groesste touristische Anziehungspunkt der Insel ist, als auch die groesste Wasserversorgungsquelle von La Gomera, die ganz deutlich von der Existenz gut erhaltener Lorbeerwaelder abhaengt.

Es ist die Pflicht aller zu verhindern, dass sich ein solches Unglueck noch einmal ereignet. Daher ist das Beste, was passieren kann, dass man die Ausweitung des Nationalparks auf Gebiete mit gut erhaltenen Waeldern auf La Gomera erreicht, und in den den Park umgebenden Waeldern ein Modell fuer die aktive Bearbeitung einfuehrt, das seine Entflammbarkeit senkt und seinen biologischen Wert, seine Umweltdienste und nachhaltige Produkte verbessert.

Als Letztes ist zu sagen, dass es mehr als offensichtsichlich ist, dass die Tendenz nicht nur auf den Kanaren, sondern in ganz Spanien dahin geht, dass sich die Gesellschft vom "Acker", von unseren Waeldern entfremdet. Ein Beweis dafuer sind die vielen gelegten Braende in diesem Sommer auf dem ganzen nationalen Territorium. In einer wirklich bewussten Gesellschaft, die auf eine gesunde Art und Weise mit ihrer Natur und ihrer Landschaft lebt, haetten sich dies nicht so ereignet haette..

Mafalda

Re: Artikel nach dem Brand La Gomera 2012

Beitrag von Mafalda » Sa 1. Sep 2012, 20:35

kiwi hat geschrieben:GomeraNoticias
Manifest der Wissenschaftlichen Gemeinschaft:Ueberlegungen, damit sich die Dinge nicht wiederholen


Einige vierzig Wissenschaftler geben sagen ihre Meinung zu dem, was sich kuerzlich auf La Gomera ereignet hat. Nachdem sie sich wegen der Veroeffentlich mit diesem digitalen Medium in Verbindung gesetzt haben, haben wir es fuer sinnvoll erachtet, das Manifest in ganzer Laenge hier zu veroeffentlichen zur Kenntnisnahme.
Es sind 25 Jahre harter Arbeit gewesen, die da von Forstarbeitern durchgefuehrt wurden. Viele dieser Arbeiter sind Bewohner der den Park umschliessenden Weiler (Igualero, El Cercado, Chipude, Arure, Acebiños, La Palmita) und haben mehr als alle anderen gefuehlt, wie diese Arbeit von Jahren zu Staub und Asche verbrannte.

Wir glauben, dass es gerade im Moment mehr nuetzt eine Denkpause zu machen, mit kuehlem Kopf die zur Verfuegung stehenden Daten zu analysieren und zu versuchen ganz klar die Wichtigkeit eines authentischen sozialen Gewissens zu vermitteln, was das absichtliche Legen von Braenden angeht, als eine Hexenjagd auf "potentiell" Schuldige zu veranstalten oder aber dass ein/e ???? (poner en entredicho) auf die Leitung des Nationalparks durchgefuehrt wird.

Poner en entredichio = in Zweifel ziehen


Die Unterzeichneten kennen und schaetzen La Gomera und seine Waelder, da wir viele unserer wissenschaftlichen Arbeitsstunden dieser Insel gewidmet haben, speziell dem Parque Nacional de Garajonay. Dieser Park beherbergt einen der aeltesten und am besten erhaltenen Waelder der Europaeischen Union. Hier hat man es verstanden, oeffentliche Nutzung und Erhaltung des natuerlichen Erbes miteinander zu verbinden, indem man aeussere, sehr agressive Faktoren vermieden hat, ein Erhaltungsprogramm durchgefuehrt hat fuer bedrohte Arten, Ausrottung exotischer Arten und Wiederaufforstung geschaedigter Waelder betrieben hat. Alle diese Aktionen haben dazu gefuehrt, dass die im Nationalpark durchgefuehrten Anstrengungen nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch weit ueber unsere Grenzen hinaus einen hohen Standard erreicht haben(?).

Deshalb ist der Garajonay nicht nur ein Ort, den jedes Jahr hunderttausende von Touristen besuchen, sondern in dem auch Wissenschaftler aus aller Welt seinen biologischen Reichtum untersuchen.

Natuerlich ist ein soziales Bewusstsein noetig, dass eine entschiedene Verurteilung derjenigen Brandstifter mit einschliesst, die solche Ungluecke anrichten. Ausserdem die Verantwortung der Gesellschaft fuer einen angemessenen Umgang mit Grundstuecken, was auch die Sauberhaltung privater Hoefe betrifft oder die angemessene Ordnung von Nutzung und staedtebaulicher Planung.

Hier muss ich Pause machen. Der zweite Teil folgt, zuerst allerdings die Liste der Unterzeichner.

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Re: Artikel nach dem Brand La Gomera 2012

Beitrag von DiSc » Sa 1. Sep 2012, 20:37

kiwi hat geschrieben: ... Er hat einige tausend Hektar des Nationalparks verbrannt. ...
der Nationalpark ist 4000 ha groß, ca. 800 ha Fläche waren von den Bränden betroffen(20 %)

Mafalda

Re: Artikel nach dem Brand La Gomera 2012

Beitrag von Mafalda » Sa 1. Sep 2012, 20:39

kiwi hat geschrieben:"trasnochadas" (
veraltet



kiwi :knuffel an Deinem letzten Tag ...
Danke für die Übersetzung :ja :blumen

Danke auch den Unterzeichnern :blumen

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