Delphin und Walschutz

Vom Franja Marina und was in ihm lebt, über Lagartos bis zum Schutze frei lebender Tiere - hier ist jede Information willkommen.

Franco
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Re: Delphin und Walschutz

Beitrag von Franco » Di 29. Sep 2009, 17:18

Möchte nur zur Info einen Artikel von mir für InfoCanarias reinsetzen, nicht zuletzt deshalb um das Bewusstsein derjenigen etwas zu schärfen, die so sehr auf Schnellfähren, Jet- und Hydrofoils schwören.

http://www.canconsult.de/docs/WaleDelfine.rtf

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Re: Delphin und Walschutz

Beitrag von La rana » Di 29. Sep 2009, 17:21

Wir würden uns natürlich sehr freuen, wenn Du Artikel von Dir persönlich hier im Forum posten würdest! :freu
¡¡¡Pa´delante!!

Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiss, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach lächelt

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Re: Delphin und Walschutz

Beitrag von Franco » Di 29. Sep 2009, 17:58

La rana hat geschrieben:Wir würden uns natürlich sehr freuen, wenn Du Artikel von Dir persönlich hier im Forum posten würdest! :freu
Wie meinst Du das, Rana??

Der Artikel liegt auf meinem Server und ist von MIR.
Du siehst mich etwas ratlos.

:achselzuck
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Re: Delphin und Walschutz

Beitrag von La rana » Di 29. Sep 2009, 18:04

Nun ja, für unser Forum und und unsere Nutzer wäre es natürlich eine Bereicherung, wenn Du Lust hast, einige Deiner Artikel direkt hier reinzustellen ohne erst irgendeinem Link folgen zu müssen.
¡¡¡Pa´delante!!

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Re: Delphin und Walschutz

Beitrag von Franco » Di 29. Sep 2009, 18:15

La rana hat geschrieben:Nun ja, für unser Forum und und unsere Nutzer wäre es natürlich eine Bereicherung, wenn Du Lust hast, einige Deiner Artikel direkt hier reinzustellen ohne erst irgendeinem Link folgen zu müssen.
Wenn Du meinst.
Der Text/Inhalt bleibt ja derselbe :wink

Werde also das in Zukunft per copy/paste so machen.

... äääähhmmm ... es gibt noch VIELE davon (Artikel meine ich) *vorwarn* :ausheck

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Re: Delphin und Walschutz

Beitrag von La rana » Di 29. Sep 2009, 22:42

Och, wir halten schon viel aus :ausheck
¡¡¡Pa´delante!!

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Re: Delphin und Walschutz

Beitrag von Franco » Do 1. Okt 2009, 19:37

Hab da noch was rausgesucht, was zum Thema passt.
Müsste aus dem Jahr 2002 sein, ist aber auch egal, denn das Thema ist relativ zeitlos und immer aktuell.


Gefährliches Inselhopping per Jetfoil
Über die Wellen fliegen und alles hinter sich lassen - auch Moral und Vernunft?


Am 10. Februar kam es in den Gewässern vor Gran Canaria zu einer folgenschweren Havarie des Jetfoils "Princesa Teguise" mit einem unbekannten Objekt, wobei 40 Passagiere verletzt wurden, drei davon ernsthaft.

Von Tier- und Umweltschützern wurden diese Luftkissenfähren schon seit jeher sehr skeptisch beurteilt, weil es regelmäßig zu Kollisionen mit Walen oder größeren Tümmlern kommt, besonders auf der Route zw. Teneriffa und La Gomera. Leider ist von der Betreibergesellschaft nichts an Zahlen oder Statistiken hinsichtlich Unfällen mit den heimischen Meeressäugern zu bekommen. Man hüllt sich in Schweigen.

Na schön, Natur- und Artenschutz ist nicht besonders en vogue, wissen wir ja, aber nachdem nun eine erhebliche Zahl von Menschen zu Schaden kam, bekommt die Sache eine andere Dimension und wirft die Frage nach der Notwendigkeit der Hydrofoils sowie deren Sicherheitsstandards auf.

Verkehrstechnisch und infrastrukturell sind die Jetfoils und Schnellfähren aus meiner Sicht völlig überflüssig. Wer es beim Inselhopping ernsthaft so eilig hat, kann mehrmals täglich auf die komfortablen Angebote der innerkanarischen Fluglinien zurückgreifen. Zudem verkehren parallel noch die normalen Ferrys, die (wie die Flüge) fast nie ausgebucht sind.

Nach Angaben der Trasmediterranea kam es zu der Kollision zehn Minuten nach Verlassen des Hafens von Las Palmas, als die Princesa Teguise bereits ihre Reisegeschwindigkeit von 42 Knoten erreicht hatte. Dabei wurde der sogenannte "Strap", der Heckflossenstabilisator aus seiner Verankerung gerissen, es kam zu schweren Erschütterungen und die Fähre sofort zum Stillstand. Es wurde hauptsächlich das fahrlässige Verhalten der Passagiere (kaum einer war angeschnallt) für die hohe Zahl der Verletzten verantwortlich gemacht.

Das sehe ich etwas anders. Ist es nicht Aufgabe der Crew, für die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen zu sorgen? Was mir partout nicht in den Kopf will, ist das Nichtorten des "Gegenstandes", denn die bordeigenen Funkmessanlagen müßten problemlos in der Lage sein, Treibgut oder auch umherziehende Walgruppen viele Meilen voraus zu orten, was im übrigen auch unabdingbar ist bei der enormen Geschwindigkeit.

Der Unfallort nahe La Isleta und des Hafens sowie einige andere Indizien sprechen für Treibgut als Ursache. Einige Augenzeugen wollen einen "Container", andere wieder einen Wal gesehen haben. Da es bei Frachterbesatzungen leider Usus ist, größere, auch metallische Gegenstände (Ölfässer etc.) über Bord zu entsorgen, liegt die Treibgut-Theorie durchaus nahe. Es muß kein Wal gewesen sein. Nur spielt das in diesem Fall, wenn wir uns über Notwendigkeiten und Sicherheitsrisiken unterhalten, eine untergeordnete Rolle.

Die Frage lautet: kann ein Jetfoil noch rechtzeitig eine Kursänderung einleiten, wenn ein Hindernis geortet wird oder nicht? Sind die Bordbesatzungen evtl. nicht pflichtbewußt und aufmerksam genug? Für ein größeres Seefahrzeug (wie die P.T., die für über 100 Reisende ausgelegt ist), sind 42 nautische Knoten (entsprechend 78 km/h) eine irrsinnige Geschwindigkeit, die absolute Wachsamkeit erfordert.

Der Kommentar eines deutschen Fernsehsenders "wahrscheinlich wurde das Schiff von einem Wal gerammt" mag ein gedankenloser Versprecher gewesen sein. Wenn nicht, war er schlicht dumm, unverschämt, volksverblödend sowie naturverachtend. Ein Wal dümpelt verglichen mit dem Jetfoil geradezu in Zeitlupe dahin und hat nicht die geringste Chance, auszuweichen. Er bewegt sich mit wenigen Ausnahmen immer in Gruppen, sogenannten "Pods" und wird nie aus dem Clan ausscheren, was die Angelegenheit noch schlimmer macht. Rast ein Jetfoil in eine Walfamilie, hat das katastrophale Folgen. Zunächst natürlich für die verletzten oder getöteten Tiere - Metall ist nunmal härter als Fleisch.

Wie wir aber am Beispiel Princesa Teguise sehen, können solche Vorkommnisse auch für den arglosen Jetfoil-Reisenden zur gefährlichen oder gar tödlichen Falle werden.

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Re: Delphin und Walschutz

Beitrag von Franco » Fr 2. Okt 2009, 09:59

Hmmmm.

Bin bestimmt nicht der Einzige, dem nach Jahren das eigene Geschreibsel etwas merkwürdig vorkommt..
Ich hatte den Artikel mit Kenntnis seines Inhalts bzw. Aussage reingesetzt, ohne ihn nochmal zu überlesen.

Heute, da ich ihn nochmal retour lies, fällt mir auf, dass die Gewichtung doch SEHR Richtung "Passagierschutz" tendiert, wobei der Wal-Schutz total in den Hintergrund driftet.
HEUTE würde ich den Beitrag völlig anders schreiben und strukturieren und kann mir die seinerzeitige Gestaltung nur damit erklären, dass man es eben (leider!) IMMER mit gewissen Zwängen ggü. seinem Auftrag- oder Arbeitgeber zu tun hat im Medienbereich und leider nur allzuoft (ziemlich unbefriedigende, ja BESCHISSENE) Kompromisse eingehen muss, nur um überhaupt eine Veröffentlichung zu gewährleisten.

Man hofft dann eben, dass die Menschen auch ZWISCHEN den Zeilen zu lesen vermögen ... !

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Re: Delphin und Walschutz

Beitrag von woga » Fr 2. Okt 2009, 11:41

Franco hat geschrieben: Man hofft dann eben, dass die Menschen auch ZWISCHEN den Zeilen zu lesen vermögen ... !
Eine der größten Quellen für Missverständnisse ist ja wohl, dass unsere Fähigkeit, zwischen den Zeilen zu lesen, oftmals besser entwickelt ist, als auf den Zeilen. :wink

Herzlichen Dank, dass Du den Mut zeigst, auch Gedanken, die zu einer Vergangenen Zeit passen, hier noch einmal zu veröffentlichen. Mich hat es jedenfalls zum Nachdenken angeregt. Diese Gedanken sind keineswegs fertig, es sind eher Fragen entstanden, so dass ich nicht postwendend dazu etwas geschrieben habe. Ein paar Bruchstücke vielleicht jetzt:

Die Gefährdung von Passagieren war damals vielleicht aktueller als jetzt, denn die fragilen Hydrofoils konnten schon mal bei einer Kollision ein Bein verlieren, mit dann fatalen Folgen für Schiff und Passagiere. Darüber hinaus ist, glaube ich, ein Warnen vor den Gefahren für Menschen für die Wale effektiver, als ein Werben für das Überleben der Wale. (Ein Risiko wäre höchstens, dass die Menschen auf die Idee kommen könnten, das Ausrotten der Wale sei nötig, um die Gefahr in den Griff zu bekommen).

Des weiteren Frage ich mich, was die Weiterentwicklung der Schiffstypen von Hydrofoils zu Katamaranen für die Wale bedeutet. Einmal kann ich mir vorstellen, dass die Verletzungsgefahr geringer ist, weil die Rümpfe glatt sind und nicht wie Sensen durchs Wasser pflügen, wie die Tragflügel der Hydrofoils. Es scheint ja wohl überhaupt keine Forschung zu dem Thema zu geben mit verlässlichen Daten, so dass ein TUI Direktor für Umweltfragen unwidersprochen behaupten kann, dass die schlauen Wale schnell den Fahrplan der Fähren lernen würden :roll1

Die Forschung ist gegenüber der technologischen Entwicklung in diesem Bereich viel zu langsam.
Wo Du hinschaust, das wird mehr! Bild

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