Pflanzliche Invasoren auf den Kanaren

Wie die Flora auf Gomera geschützt wird, die schönsten Blüten auf La Gomera in Wort und Bild und was Euch noch dazu einfällt.
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Pflanzliche Invasoren auf den Kanaren

Beitrag von Enriquez » So 17. Mär 2019, 13:45

:muetze
Eine Dokumentation des Gobierno de Canaria
Pflanzenarten auf den Kanaren- die schädlichsten Invasoren als PDF-Datei.
http://www.gobiernodecanarias.org/openc ... PA_DEF.pdf

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Re: Pflanzliche Invasoren auf den Kanaren

Beitrag von Silbo » So 17. Mär 2019, 15:27

das ist interessant! Das globale System macht auch vor der Natur keinen Halt. Man fragt sich, wie würden die Landschaften der Canaren ohne diese Pflanzen aussehen, kommen nicht alle Pflanzen vom afrikanischen, amerikanischen sowie europäischen Festland? Was ist überhaupt, tatsächlich heimisch?
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Re: Pflanzliche Invasoren auf den Kanaren

Beitrag von Fritzlore » So 17. Mär 2019, 15:32

Das frage ich mich auch immer.
Sehr viel von dem, was da als Invasor beschrieben wird, gehört für uns mittlerweile fest zum Bild der Insel. Klar, den Wald sollten diese Pflanzen besser nicht erobern, aber in den weiter unten liegenden Regionen hat der Mensch eh der Insel seinen Stempel aufgedrückt. Da ist sowieso kaum noch was wirklich natürlich.

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Re: Pflanzliche Invasoren auf den Kanaren

Beitrag von Enriquez » So 17. Mär 2019, 15:48

:muetze
Ich denke, dass das Problem der Invasoren , z.B. Rabo del Gato, ist , dass sie sich dermassen vermehren, keine Feinde haben und
die Flora der Insel sehr einseitig verändern werden.
Stoppen kann man diese Entwicklung wohl es kaum, nur verlangsamen. :achselzuck

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Re: Pflanzliche Invasoren auf den Kanaren

Beitrag von Silbo » So 17. Mär 2019, 17:16

wenn aber die Penca (Kaktus) und Pitera (Agave) ebenfalls als Invasoren betrachtet werden, könnte man diese doch ernten und verarbeiten.

Agavensaft u. Kakteen, zu Smoothies, Pflege- oder medizinischen Mittel, sowie die Samen, bzw. Früchte der Kakteen verarbeiten. Die Früchte sind wohlschmeckend und müßten nicht vom Festland importiert werden. So gesehen gibt es kaum unnütze Pflanzen (Unkräuter/Invasoren). Fast jede Pflanze läßt sich verwenden nur wir haben es entweder verlernt oder gehen lieber in den Supermercado.

Hier einige Beispiele:








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Re: Pflanzliche Invasoren auf den Kanaren

Beitrag von Fritzlore » So 17. Mär 2019, 18:30

Aloe Vera haben wir sogar im Garten und nutzen sie seit Jahren sehr häufig.
Als Hautpflege und zur Wundheilung. Ich schneide mir auch oft kleine Würfelchen ins Früchtemüsli. Muss man aber mögen. Das ist arg glibberig.
Wichtig ist, dass man die ganzen Blätter erst mindestens 8 Std. ins Wasser legt, damit der gelbe Saft zwischen dem Gel und der grünen Schale "ausblutet". Der ist ungesund.
Hat man uns so im Aloe Vera Zentrum in Hermigua erklärt.

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Re: Pflanzliche Invasoren auf den Kanaren

Beitrag von Fritzlore » So 17. Mär 2019, 18:41

Kartoffeln sind übrigens auch nicht endemisch.
Nehme mal einer den Gomeros die Kartoffen weg. Oh, oh.....

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Re: Pflanzliche Invasoren auf den Kanaren

Beitrag von Silbo » So 17. Mär 2019, 19:09

las papas y los tomates, .... endemisch wären dann nur noch Vulkanasche und Basaltgestein :strahl

Wobei in diesem Beitrag geht es überwiegend um Pflanzenarten mit einem sehr starken Wachstum, verbunden mit einer Verdrängung aller anderen Arten. Dadurch Entstehung von Monokulturen und Reduzierung der Insekten- sowie Tierarten. Die Problematik ist allgemein bekannt, auch in Deutschland derzeit sehr aktuell durch den Anbau von Monokulturen.
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Re: Pflanzliche Invasoren auf den Kanaren

Beitrag von plattland » So 17. Mär 2019, 19:34

:ausheck Na, da fehlen doch noch einige:

Ihren Ursprung hat die Banane in Südostasien. Von dort gelangte sie durch Seefahrer nach Indien und Afrika und durch die spanischen Eroberer auf die Kanarischen Inseln, wo sie auch heute noch angebaut wird. Mit der Eroberung Mittel- und Südamerikas kam die Banane in die Neue Welt.

Unsere beliebte Zitrone stammt aus dem Nordosten von Indien. Ihre Herkunft geht so weit zurück, dass sie bereits im Kaiserreich China noch vor unserer Zeitrechnung bekannt war. Mit der Zunahme des Handels verbreitete sie sich von da aus zunächst nach Arabien und Persien.

Orangen werden im lateinischen Citrus sinensis genannt und sind auch als Apfelsinen oder Süße Orangen bekannt. ... Weniger bekannt ist, dass sie ursprünglich aus China kommen, der Name Apfelsine bedeutet "Apfel aus China". Heutzutage werden sie überall in den Subtropen und Tropen kultiviert.

:ja
Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung

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Re: Pflanzliche Invasoren auf den Kanaren

Beitrag von kunibert » So 17. Mär 2019, 20:22

Das Problem sind nicht die Kulturpflanzen, die sich außerhalb der betreuten Felder kaum verbreiten können. Es geht weltweit um verschleppte Tier- und Pflanzenarten, die sich mangels Feinden überdimensional zu Lasten der ursprünglichen Sorten ausbreiten.

Oft regelt sich das Problem nach einiger Zeit von selbst, weil sich Fressfeinde finden. Wie zum Beispiel die spanische Schnecke bei uns wieder im Schwinden ist.
Und der Ritter Kunibert
setzte sich verkehrt aufs Pferd
wollte er nach hinten sehn
braucht er sich nicht umzudrehn
Ja so warn´s, ja so warn´s die oiden Rittersleut....
:dalton

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